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Top-Technologie-Highlights im November
2025-12-01
Lesezeit: 4:45 min
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Das Beste aus Figma im November
Mikuláš Žačok
Visual Content Creator
- Neu: Möglichkeit, das Designsystem auf mehrere „Modi“ (z.B. verschiedene Marken) zu erweitern, die mit dem Hauptsystem verbunden sind – änderst du die Basis, werden die Änderungen automatisch auf alle Erweiterungen übertragen.
- Verbessertes Interface zur Bearbeitung von Variablen: Import/Export als JSON, übersichtliche Anzeige aller Collections, Variablen können direkt in Gruppen erstellt werden, das Modal-Fenster öffnet sich standardmäßig im Vollbildmodus.
- Für Pro-Pläne und höher sind jetzt mehr Modi für Variablen möglich: Pro → 10, Enterprise/Organization → 20 Modi.
- Figma Sites (öffentliche Beta): ermöglicht es, einfach Websites, Blogs oder Portfolios mit dynamischen Inhalten zu erstellen (Listen, CMS-verbundene Seiten). Inhalte lassen sich schnell bearbeiten, ohne das Design ändern zu müssen.
- Figma Make: bietet Konnektoren zu Tools wie Notion, Linear, Atlassian, GitHub, Monday.com und anderen. Prototyping mit echten Dokumenten, Tickets etc. ist möglich.
- Innerhalb von Make können experimentelle KI-Modelle wie „Gemini 3 Pro“ getestet werden.
- Wenn du ein Plugin oder eine App nutzt, die das REST-API verwendet, musst du ab dem 17. November 2025 OAuth-Anwendungen mit neuen Pflichtangaben (Anwendungsinhaber, deklarierte Scopes) erneut veröffentlichen.
- Die API-Nutzungsgrenzen wurden aktualisiert (neue Rate Limits).
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React Native 0.82: Neue Architektur und schnellere Entwicklung
Die Version React Native 0.82 ist erschienen und läuft jetzt ausschließlich auf der neuen Architektur (die alte wird nicht mehr unterstützt). Die neue Version sorgt für schnellere App-Starts, bietet Entwicklern mehr Möglichkeiten und bringt die experimentelle Hermes V1 Engine. Der Core React wurde auf Version 19.1.1 aktualisiert, was die Arbeit mit Hooks und Refs verbessert. Android-Entwickler profitieren vom neuen debugOptimized-Build, der das Debugging beschleunigt.
Worauf solltest du achten?
- Hermes V1 ist noch experimentell – um ihn auszuprobieren, musst du RN aus dem Quellcode bauen und spezielle Konfigurationen vornehmen.
- Überprüfe die Kompatibilität deiner Bibliotheken und Plugins – einige ältere Pakete unterstützen die neue Architektur und das DOM-API möglicherweise noch nicht.
- Nach dem Update können zuvor versteckte Fehler sichtbar werden – zum Beispiel werden nicht behandelte Promises jetzt als Fehler in der Konsole angezeigt.
Mehr Infos findest du hier.
3
Angular v21 bringt erwartete Neuerungen: Signal Forms, Angular Aria, KI-Verbesserungen und das Ende von zone.js
Ján Hažinčák
Developer
Signal Forms
Angular v21 ergänzt neben reaktiven und template-driven Forms einen neuen Ansatz zur Formularerstellung – Signal-basierte Forms. Diese lang erwartete Funktionalität vereinfacht die Arbeit mit Formularen erheblich, da sie die gleichen Konzepte nutzt, die Entwickler bereits von Signals kennen. Im Mittelpunkt stehen die neue Funktionform() und die Direktive [field], mit denen ein Signal direkt auf das Formularmodell abgebildet werden kann:
interface LoginData {
email: string;
password: string;
}
const loginModel = signal({
email: '',
password: '',
});
const loginForm = form(loginModel);
Die Verwendung im View ist einfach:
Validierung
Die Validierung von Signal Forms ist genauso einfach. Die Funktionform() nimmt den Parameter schemaOrOptions entgegen, in dem wir Validatoren deklarieren können:
const loginForm = form(loginModel, (schema) => {
debounce(schema.email, 500);
required(schema.email);
email(schema.email);
});
Signal Forms stellen eine moderne, einfachere und übersichtlichere Möglichkeit dar, mit Formularen in Angular zu arbeiten – und werden sich vermutlich in Zukunft als bevorzugter Ansatz durchsetzen.
Angular Aria
Eine sehr interessante Neuerung ist auch Angular Aria – ein installierbares Set vorgefertigter Komponenten-Patterns, die integrierte Accessibility-Unterstützung bieten. Sie enthalten die richtigen ARIA-Attribute, Tastaturinteraktionen, Fokus-Management und sind für Screen Reader vorbereitet.
Das ist eine großartige Basis für die Entwicklung eigener UI-Bibliotheken oder atomarer Komponenten, besonders in größeren Projekten, in denen Barrierefreiheit unerlässlich wird.
Mehr dazu auf der offiziellen Angular Aria Seite.
Vitest als neuer offizieller Test Runner
Wie bereits in früheren Artikeln erwähnt, war Angular auf der Suche nach einem neuen Test Runner. Die Community vermutete, dass es Vitest sein wird – und Angular v21 hat dies jetzt offiziell bestätigt. Vitest ist nun der offizielle Standard-Test Runner für neue Angular-Projekte.
Ihr könnt aber weiterhin auch das veraltete Karma oder Jasmine verwenden, sogar innerhalb eines einzigen Projekts. Für neue Anwendungen ist jedoch Vitest die Standardwahl.
Abschied von zone.js
Nach mehr als 10 Jahren beendet Angular offiziell die Notwendigkeit, zone.js im Projekt zu verwenden. Diese Bibliothek war jahrelang das Fundament der Angular Change Detection – sie überwachte asynchrone Prozesse im Browser und ermöglichte so die automatische Aktualisierung des UIs.
Mit dem Aufkommen der Signals ist diese Funktionalität nicht mehr erforderlich. Angular funktioniert jetzt zuverlässig auch ohne zone.js, was zu spürbaren Verbesserungen bei Performance, Vorhersehbarkeit und Einfachheit des Frameworks führt.
Angular MCP
Angular MCP, eingeführt in Angular 20.2, wurde in Version 21 als stabil gekennzeichnet. Das MCP (Model Context Protocol) bietet KI-Assistenten in IDEs (z. B. VS Code) Kontext und Struktur für die Code-Generierung.
Das Ergebnis sind präzisere, qualitativ hochwertigere und kontextuell korrekte Angular-Lösungen, die von Tools mit KI-Integration bereitgestellt werden.
Verbesserungen in Dokumentation, Migrationen und weitere Neuerungen
Neben den großen Neuerungen bringt dieses Release auch viele kleinere, aber praktische Verbesserungen, zum Beispiel:
- Verbesserte Dokumentation zu Routing, DI, Anpassung von Angular Material und Integration von Tailwind CSS,
- Neue Migrationsbefehle für ältere Projekte (z. B. Konvertierung von NgClass und NgStyle zu modernen class/style Bindings),
- Weitere kleinere Optimierungen im Tooling und Workflow.
Es gibt wirklich viel zu entdecken, deshalb empfehle ich, den gesamten offiziellen Announcement zu lesen.
4
Cursor 2.0 verändert die Art und Weise, wie Software entwickelt wird
Lukáš Huňár
Developer
Die neueste Version bringt ein eigenes, hochmodernes KI-Modell namens Composer mit, das Code mit einer Geschwindigkeit generieren und bearbeiten kann, mit der bisherige Tools kaum mithalten können. Dank eines tieferen Verständnisses für Code meistert es komplexe Aufgaben, Refactoring und die Arbeit an großen Projekten mit Leichtigkeit.
Mehr Agenten, mehr Möglichkeiten.
Cursor 2.0 führt eine neue Multi-Agenten-Umgebung ein, in der du mehrere KI-Agenten gleichzeitig ausführen kannst – jeder arbeitet in seiner eigenen isolierten Umgebung und löst einen anderen Teil der Aufgabe. So kannst du verschiedene Ansätze parallel testen, die Ergebnisse vergleichen und die beste Lösung auswählen, ohne Chaos im Code zu verursachen.
Wenn du nach einem Tool suchst, das dir wirklich hilft, die Entwicklung zu beschleunigen, Fehler zu reduzieren und deine Möglichkeiten zu erweitern, ist Cursor 2.0 genau der Fortschritt, auf den du gewartet hast.
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Die EU startet eine Untersuchung des Cloud-Dienstleistungsmarktes nach dem DMA
Matej Matfiak
špecialista na SAP CPI
Die Europäische Kommission hat im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) drei Untersuchungen des Cloud-Marktes eingeleitet. Ziel ist es zu überprüfen, ob große Cloud-Unternehmen die Regeln des fairen Wettbewerbs einhalten und den Wettbewerb nicht einschränken.
Die Kommission konzentriert sich auf drei Hauptbereiche:
- Einfacher Wechsel zwischen Anbietern: Kunden sollten ohne Komplikationen oder hohe Kosten zu einem anderen Dienst wechseln können.
- Gleiche Bedingungen für kleinere Anbieter: Große Unternehmen dürfen kleinere Firmen nicht benachteiligen oder deren Wachstum behindern.
- Transparenz der Dienstleistungen: Preise, Bedingungen und die Verfügbarkeit der Dienste müssen klar und verständlich sein.
Die Untersuchung kann zu Empfehlungen, Regulierungen oder Sanktionen gegen diejenigen führen, die gegen die DMA-Regeln verstoßen. Für den IT-Sektor ist dies eine Chance für Innovationen und einen offeneren Markt. Für Unternehmen und Nutzer bedeutet es mehr Auswahlfreiheit, bessere Dienstleistungen und fairere Preise.
Insgesamt ist dies ein Schritt zu einem transparenteren und wettbewerbsfähigeren Cloud-Markt, der Innovationen fördert, kleinere Unternehmen schützt und die Auswahl für Kunden verbessert.
Mehr zu diesem Thema findest du hier.
Die neueste Ausgabe von Coder’s Corner verpasst? Lesen Sie sie hier.